Hannover Linden-Nord

Gemeinschaft

Gemeinschaft bedeutet für uns: miteinander leben, voneinander lernen und füreinander da sein. An unserer Schule begegnen sich Kinder und Erwachsene mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen, Religionen, Erfahrungen und Fähigkeiten. Diese Vielfalt verstehen wir als Bereicherung und als Chance, gemeinsam zu wachsen. Wir schaffen Räume für Begegnung, Austausch und gegenseitiges Verständnis. So erleben die Kinder, dass Gemeinschaft dort entsteht, wo Unterschiede ihren Platz haben und jeder Mensch dazugehört.

Inklusion

Die Inklusion zu leben ist Grundgedanke des pädagogischen Handelns und des Konzepts der Albert-Schweitzer-Schule. Unser Schulleben ist geprägt durch die enge Zusammenarbeit zwischen Grunschullehrkräften, Förderschullehrkräften, Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen, pädagogischen Mitarbeiter*innen, Schulbegleitungen sowie außerschulischen Kooperationspartner*innen. 

Alle Schüler*innen werden von uns in ihrer Individualität wahrgenommen und wertgeschätzt. Individuelle Lernentwicklungen und Lernstände sowie darauf resultierende Lernplanungen werden im Team beobachtet, kommuniziert, reflektiert sowie dokumentiert.

Als multiprofessionelles Team begleiten, unterrichten, fördern und fordern wir in gemeinsamer Verantwortung alle Kinder ihren Bedürfnissen entsprechend in ihrer Entwicklung.

Seit der Einführung der inklusiven Schule zum Schuljahresbeginn 2013/14 nimmt die Albert-Schweitzer-Schule alle Schüler*innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf auf. 

Sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf kann in den Bereichen Lernen, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung, Hören, Sehen sowie Sprache festgestellt werden. 

Allgemeine Schulen ermöglichen nach § 4 Abs. 1 S. 1 NSchG allen Schüler*innen einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang. Durch unsere Aufzüge sind unsere Räumlichkeiten barrierefrei zu erreichen. 

Eine prozessbegleitende Diagnostik sowie die Dokumentation der individuellen Lernentwicklung während der gesamten Grundschulzeit stellt die Grundlage für eine individuelle Förderung dar. Sollte anhand dieser Instrumentarien festgestellt werden, dass ein Kind nicht nach den curricularen Vorgaben der Grundschule unterrichtet werden kann, wird das Verfahren zur Feststellung eines Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung eingeleitet. Dieses ermöglicht eine zieldifferente inklusive Beschulung an der Albert-Schweitzer-Schule. 

Projektzeit - Kulturelle Vielfalt

In unserer Projektzeit im 1. Jahrgang entdecken die Kinder, was unsere Gemeinschaft besonders macht: Wir sind verschieden und gehören trotzdem zusammen. Sie setzen sich mit ihrer eigenen Identität auseinander und erfahren, dass jede Familie und jeder Mensch unterschiedliche Sprachen, Erfahrungen, Traditionen und Lebenswege mitbringt. Gemeinsam entdecken die Kinder die Sprachen- und Kulturvielfalt unserer Schulgemeinschaft und lernen, Unterschiede neugierig und wertschätzend wahrzunehmen. Sie erfahren, dass Vielfalt keine Trennung bedeutet, sondern eine Bereicherung für unser gemeinsames Lernen und Zusammenleben sein kann. So wächst ein wichtiges Gefühl für Gemeinschaft: Jede und jeder ist einzigartig – und gleichzeitig ein wertvoller Teil unseres gemeinsamen Miteinanders.

Bilingualer Unterricht

Der bilinguale Deutsch-Türkisch-Unterricht ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil unseres Schulprofils. In unseren bilingualen Klassen erleben die Kinder von Beginn an, wie bereichernd es sein kann, in zwei Sprachen zu lernen, zu sprechen und gemeinsam zu arbeiten. In ausgewählten Unterrichtsstunden gestalten eine deutsche und eine türkische Lehrkraft den Unterricht gemeinsam. Inhalte aus Fächern wie Deutsch, Sachunterricht, Kunst, Musik und Sport werden dabei zweisprachig aufgegriffen. Im Mittelpunkt steht nicht das klassische Erlernen einer Fremdsprache, sondern das natürliche Erleben und Anwenden beider Sprachen im Schulalltag. Gerade in unserem Stadtteil Linden bietet die türkische Sprache einen direkten Bezug zur Lebenswelt vieler Kinder. Türkischsprachige Kinder können ihre Sprachkenntnisse als Stärke einbringen und erfahren Wertschätzung für ihre Herkunftssprache. Gleichzeitig entdecken alle Kinder eine weitere Sprache und Kultur und entwickeln dabei Offenheit, Sprachbewusstsein und interkulturelle Kompetenz. Der bilinguale Unterricht stärkt so das Selbstvertrauen der Kinder, fördert das gegenseitige Verständnis und macht sprachliche und kulturelle Vielfalt als Bereicherung unserer Schulgemeinschaft erlebbar.

Welt der Sprache

Während unserer Angebotszeit Welt der Sprache findet der herkunftssprachliche Unterricht in den Sprachen Türkisch, Arabisch und Spanisch statt. Kinder, die daran nicht teilnehmen, entdecken Sprache auf unterschiedliche Weise in verschiedenen AGs– zum Beispiel durch Geschichten, Spiele oder kleine Projekte.

Erstsprachenunterricht Spanisch

Der Erstsprachenunterricht (ESU) Spanisch richtet sich an Kinder, die Spanisch als Familien- oder Herkunftssprache sprechen. Ziel ist es, die Kinder dabei zu unterstützen, ihre Familiensprache sicher zu sprechen, zu lesen und zu schreiben. Dadurch wird zugleich ihre gesamte sprachliche Entwicklung gestärkt. In unserem Spanischunterricht kommen Kinder mit unterschiedlichen familiären und kulturellen Hintergründen zusammen – unter anderem aus Venezuela, Chile, Peru und Spanien. Die Vielfalt der Sprachen und Akzente wird dabei als Bereicherung erlebt und schafft Raum für Austausch und gegenseitiges Kennenlernen. Die Teilnahme am ESU beginnt ab der 1. Klasse und ist nach der Anmeldung bis zum Ende der Grundschulzeit möglich. Eine Abmeldung ist jeweils zum Ende des Schuljahres schriftlich möglich. Der Unterricht findet in zwei Gruppen statt: 1./2. Klasse und 3./4. Klasse. Für Kinder unserer Schule wird Spanisch im Zeugnis ausgewiesen. In den Jahrgängen 3 und 4 wird der ESU benotet. Externe Schüler*innen aus den Jahrgängen 1 und 2 erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Nach 15:00 Uhr steht das Angebot auch Kindern anderer Schulen offen.

Bei Interesse am Erstsprachenunterricht Spanisch und für weitere Informationen steht Mónica Vázquez gerne zur Verfügung: m.vazquezgs-ass.de

Erstsprachenunterricht Türkisch

Der Erstsprachenunterricht (ESU) Türkisch ist ein fester Bestandteil unseres Schulprofils und findet im regulären Schulvormittag statt. Ab der 1. Klasse können Schüler*innen daran teilnehmen. Mit der Anmeldung ist die Teilnahme verbindlich. Von Klasse 1 bis 4 erhalten die Kinder einmal wöchentlich einen Unterrichtsblock Türkisch. Für den Türkischunterricht steht ein eigener, speziell ausgestatteter Klassenraum zur Verfügung. Mit Büchern, Sprach- und Lernspielen, visuellen und auditiven Materialien sowie modernen Lehrwerken werden die Kinder beim Lernen unterstützt. Auch türkische Musik und Volkstanz sind Teil des Angebots. So wird die türkische Sprache nicht nur gelernt, sondern ganzheitlich und mit Freude erlebt. Die Teilnahme am Türkischunterricht wird bescheinigt und die Zeugnisnote wird entsprechend den Regelungen unserer Schule vergeben.

Bei Fragen oder Interesse steht Hilal Gündogar gerne zur Verfügung: h.guendogargs-ass.de

Religionsunterricht

Religion und Werte sind wichtige Bestandteile unseres gemeinsamen Lernens und Zusammenlebens. An unserer Schule haben die Kinder die Möglichkeit, am christlichen oder islamischen Religionsunterricht teilzunehmen. Alternativ können die Kinder derzeit KiSo – Kinder und Soziales besuchen. Hier stehen das soziale Miteinander, Respekt, Toleranz und die Entwicklung persönlicher und sozialer Kompetenzen im Mittelpunkt. Dieses Angebot wird mittelfristig durch das Fach Werte und Normen abgelöst.

Islamischer Religionsunterricht

Unsere Grundschule war eine der ersten Schulen, an denen Islamischer Religionsunterricht eingeführt wurde – bereits zu einer Zeit, als das Fach noch als Pilotprojekt erprobt wurde. Seit vielen Jahren ist er ein fester Bestandteil unseres Schullebens. Im Islamischen Religionsunterricht lernen die Kinder den Glauben und die Lebenswelt muslimischer Menschen kennen. Sie beschäftigen sich mit Allah, dem arabischen Wort für Gott, sowie mit wichtigen Geschichten, Festen und Traditionen des Islam. Dabei setzen sie sich mit Werten wie Respekt, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Verantwortung auseinander und überlegen gemeinsam, wie diese im eigenen Alltag gelebt werden können. Der Unterricht ist kompetenzorientiert und lebensnah gestaltet. Die Kinder lernen, Fragen zu stellen, eigene Gedanken und Überzeugungen auszudrücken, anderen aufmerksam zuzuhören und unterschiedliche Sichtweisen wertzuschätzen. Themen wie Freundschaft, Familie, Zusammenleben, Identität und Vielfalt bieten dabei zahlreiche Anknüpfungspunkte an die Lebenswelt der Kinder. So unterstützt der Islamische Religionsunterricht die Kinder dabei, ihre eigene Identität zu entwickeln, Verständnis für unterschiedliche Lebensweisen zu gewinnen und ein wertschätzendes und respektvolles Miteinander zu gestalten.

KiSo

Kinder und Soziales ist ein alternatives Angebot zum Religionsunterricht und findet parallel zu diesem statt. Im Mittelpunkt stehen das soziale Miteinander sowie Werte wie Respekt, Toleranz und Hilfsbereitschaft. Dabei werden die persönlichen und sozialen Kompetenzen der Kinder gestärkt und weiterentwickelt. Die Kinder setzen sich mit ihren eigenen Gefühlen und Bedürfnissen auseinander, lernen, Konflikte fair und konstruktiv zu lösen, und erfahren, wie sie Verantwortung für sich und andere übernehmen können. Durch Gespräche, Spiele und gemeinsame Aktivitäten werden insbesondere Empathie, Teamfähigkeit und Selbstvertrauen gefördert.

In den Jahrgängen 1 und 2 liegt der Schwerpunkt auf dem sozialen Lernen in der Kleingruppe. Gleichzeitig lernen die Kinder ihre neue Lebenswelt Schule mit ihren unterschiedlichen Menschen, Aufgaben und Facetten kennen und entwickeln ein Gefühl für Gemeinschaft und Zusammenhalt.

In den Jahrgängen 3 und 4 bauen wir zunehmend die Lernform „Lernen durch Engagement“ (LdE) auf. Dabei verbinden die Kinder fachliches Lernen mit konkretem gesellschaftlichem Engagement. Sie entwickeln eigene Ideen, übernehmen Verantwortung und erfahren, dass sie mit ihrem Handeln etwas bewirken können.

„Lernen durch Engagement“ verbindet Demokratiebildung, zukunftsorientiertes Lernen und den Erwerb wichtiger Kompetenzen für das 21. Jahrhundert. Die Kinder erleben Selbstwirksamkeit, arbeiten kooperativ und setzen sich aktiv mit ihrem schulischen und außerschulischen Umfeld auseinander. Wir pflegen bereits Kooperationen mit dem Seniorenheim an der Ihme und dem Familienzentrum Bethlehem. Gemeinsam mit unseren Partner*innen schaffen wir Möglichkeiten, Begegnungen zu gestalten, voneinander zu lernen und Schule als Teil einer lebendigen Gemeinschaft zu erleben.