Hannover Linden-Nord

Die Roboter kommen!

In der Lernwerkstatt ist schwer was los! Etliche Kinder sitzen an Laptops und versuchen, sich mit anderen, die auf dem Boden herum krabbeln, zu verständigen, während eine Herde von Lego-Robotern durch den Raum rollt. |

In der Lernwerkstatt ist schwer was los! Etliche Kinder sitzen an Laptops und versuchen, sich mit anderen, die auf dem Boden herum krabbeln, zu verständigen, während eine Herde von Lego-Robotern durch den Raum rollt.

Was auf den ersten Blick nach heillosem Chaos aussieht, ist in Wirklichkeit der höchst erfolgreiche Abschluss des ganztägigen Robotik-Projekts im 3. Jahrgang.

Mit finanzieller Unterstützung durch die Firma WABCO und personeller Unterstützung durch den deutschen Ingenieurinnenbund e.V. haben 20 Drittklässler die Möglichkeit bekommen, unter Anleitung der Trainerinnen Kathrin Gerling und Anja Tomala einen Roboter zu bauen und ihn dann so zu programmieren, dass er bestimmte Fertigkeiten „erlernt“. Die beiden Mitarbeiterinnen der FIMAS GmbH müssen manchmal bei besonders kniffligen Problemen helfen, können sich aber auch immer mal in die Rolle der Beobachterinnen zurückziehen – die Kinder werden im Laufe des Tages immer selbstsicherer in Umgang mit den Bauanleitungen.

Alle Zweierteams haben am Ende das Ziel erreicht, einen Roboter aus Lego-Elementen zu bauen, der eine programmierte Route laufen, auf Signale reagieren oder einer Spur folgen konnte. Das geschäftige Krabbeln auf dem Boden war die letzte Phase der Feineinstellung. Interessant zu beobachten war, wie gefesselt die Kinder von dem Thema waren, und wie lange sie in der Lage waren, sich auf eine sehr anspruchsvolle Aufgabe zu konzentrieren. Auch Kinder, die im Unterricht häufiger Schwierigkeiten haben, sich lange zu konzentrieren, waren ganz fokussiert dabei. Und beileibe nicht nur Jungen!

Kathrin Gerling, wie ihre Kollegin Mitarbeiterin der FIMAS GmbH, hat 2004 ein Team bei der Robo-WM in Atlanta geleitet und wünscht sich, dass solche Projekte künftig regelmäßig an den Grundschulen des Landes stattfinden können, um den dringend benötigten Nachwuchs für Ingenieursberufe anzuwerben. Und wenn man gesehen hat, wie stolz unsere 20 Nachwuchsprogrammierer am Ende des Tages die Fähigkeiten ihres Roboters präsentiert haben, kann man nur hoffen, dass dieser Wunsch bald in Erfüllung geht.

Wir danken jedenfalls allen Spendern und Beteiligten ganz herzlich für diesen spannenden Tag!